Rinderhaltung
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Allgemeine Bedingungen

Lehrwerkstätte Milchviehhaltung

Tierbestand



  • Nach dem Umzug in die neue Lehrwerkstätte Milchviehhaltung befindet sich die Milchviehherde in der Aufstockungsphase. Derzeit werden ca. 120 schwarzbunte Holsteinkühe gehalten mit einem Durchschnittsalter von 4,6 Jahren und einer Milchleistung pro Kuh und Jahr von 9.000 kg. Zielgröße sind 150 Milchkühe mit ihrer Nachzucht.
  • Alle weiblichen Nachkommen werden im eigenen Bestand aufgezogen. Die Färsen dienen der Bestandsergänzung bzw. werden als Zuchttiere ab Stall verkauft. Das Erstkalbealter liegt bei 25 Monaten.

Stallanlage

In 2009 wurde die neue Lehrwerkstätte Milchviehhaltung fertig gestellt und während der Sommermonate von den Tieren bezogen. Die Stallanlage wurde nach den neuesten Erkenntnissen zur tiergerechten Haltung errichtet und gliedert sich in einen Produktions- und einen Versuchsbereich.





Produktionsbereich

  • In dem modernen dreireihigen Offenfrontlaufstall wurden 150 Boxen für Kühe und 120 Boxen für Rinder eingerichtet. Verschiedene Hersteller haben diese entweder als Hochbox oder als Tiefbox ausgestattet, um optimale Vergleichmöglichkeiten der Aufstallungssysteme zu haben. Für abkalbende Kühe stehen vier große Strohboxen zur Verfügung.
  • In zwei Selektionsbereichen können 7 bzw. 14 Tiere für Behandlungsmaß-nahmen oder Probennahme kurzzeitig gesondert aufgestallt werden.
  • Variable Stallabtrennungen ermöglichen die Aufteilung der Tiere in drei Leistungsgruppen. Nach dem Melken können die Tiere über einen Selektionsgang in die verschiedenen Bereiche gesteuert werden.
  • Zum Melken werden die Kühe zunächst in einen Wartebereich getrieben. Gemolken wird zweimal täglich in einem kombinierten achter Fischgräten- und zehner Side-by-Side Melksystem. Ein verstellbarer Hubboden ermöglicht den Mitarbeitern eine optimale Arbeitshöhe. Das Melksystem ist mit Stimulationspuls, Positionierungsarm, automatischer Melkzeugabnahme sowie einem Schnellaustrieb ausgestattet.
  • Die Futtervorlage erfolgt mit einem Futtermischwagen auf einem überdachten außenliegendem Futtertisch mit Fressgitter.
  • Im gesamten Stallbereich wurden von verschiedenen Herstellern Boden- und Boxenbeläge sowie Entmistungssysteme eingebaut.

Versuchsbereich

  • Im Versuchsbereich können 60 Tiere in Abhängigkeit von der Versuchsfrage optional in einer oder zwei Gruppen im Liegeboxenlaufstall mit 60 komfortablen Tiefboxen gehalten werden
  • Durch einen Selektionsgang können die Tiere den jeweiligen Gruppen zugeordnet werden
  • Die tierindividuelle Futteraufnahme der Kühe wird kontinuierlich über 30 Verwiegetröge erfasst
  • Durchführung und Auswertung der Versuchsanstellungen bieten Möglichkeiten zur Anfertigung von Bachelor-, Master- oder Promotionsarbeiten in Zusammenarbeit mit Hochschulen und Fachhochschulen. Die Ergebnisse werden über Veröffentlichungen der Landwirtschaft zur Verfügung gestellt.

Kälberaufzucht

  • Die Kälber werden in einem in Rundholzbauweise erstelltem (2003) dreiseitig geschlossenen Kälberstall aufgezogen.
  • Insgesamt stehen zwei Tränkebuchten (Tränkeautomat) und zwei Absetzerbuchten zur Verfügung, die bevorzugt wechselseitig belegt werden. Alle Buchten sind mit Kraftfutterabrufautomaten ausgestattet.
  • Die Steuerung des Luftaustausches erfolgt über ein an der Frontseite des Stalles angebrachtes Curtainsystem.

Auszeichnungen

1997

2001

2003

2003
Auszeichnung im Rahmen des Landeswettbewerbes "Tiergerechte Haltung" in der Kategorie Aufzucht- und Mastrinder
Bronzene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz für hervorragende Leistungen in der Rinderzucht
Auszeichnung im Rahmen des Landeswettbewerbes "Tiergerechte Haltung" in der Kategorie Kälber und Färsenaufzucht
Goldene Kammerpreismünze der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz für hervorragende Leistungen in der Rinderzucht

Kontakt

Dr. Christian Koch: 0 63 02 / 603-43
Klaus-Peter Korst: 0 63 02 / 603-38
Lehrwerkstätte: 0 63 02 / 603-10
Klaus-Peter Korst, Axel Krause,
Ewald Kröger, Erwin Windecker, Eckhard Schmitt



Lehrwerkstätte Mutterkuhhaltung

  • Mit dem Ankauf der Glankuh Lena am Silvestertag 1992 legte das Hofgut den Grundstein für den Aufbau einer kleinen Mutterkuhherde der vom Aussterben bedrohten regionalen Rasse des Glanrindes. Heute umfasst die Herdbuchzucht zwanzig Mutterkühe mit ihrer Nachzucht. Im Deckeinsatz befinden sich zwei Elitebullen mit hohem Glanblutanteil.
  • Die Tiere sind im Sommer auf der Weide und in den Wintermonaten im Offenfrontstall untergebracht.
  • Die weibliche Nachzucht dient der Bestandsergänzung oder wird als Zuchttier verkauft. Bullenkälber werden entweder bei entsprechender Abstammung ebenfalls als Zuchttiere aufgezogen oder als Masttiere über die Direktvermarktung in den Wintermonaten Januar bis März verkauft.
  • Seit 2003 befindet sich ein Teil der Herde im Rahmen eines Beweidungsprojektes während der Sommermonate im Karlstal bei Kaiserslautern. Ziel ist die Feststellung der Eignung der heimischen Rasse zur Offenhaltung der Täler im Pfälzer Wald. Diese Tiere werden im Herbst zum Teil im Rahmen der Glanrindwochen in der Gastronomie als kulinarische Spezialität angeboten.

Kontakt

Beate Hlawitschka: 0 63 02 / 603-22
Dr. Monika Reimann: 0 63 02 / 603-15
Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung Hofgut Neumühle

67728 Münchweiler an der Alsenz
Telefon +49 (0)6302 - 603-0
Fax +49 (0)6302 - 603-50

info@neumuehle.bv-pfalz.de www.hofgut-neumuehle.de