Digitalisierung am Hofgut Neumühle

HyServ:
Hybride Dienstleistungen in digitalisierten Kooperationen
 

Die zunehmende Digitalisierung technischer Arbeitsmittel fordert in kooperativen Szenarien integrierte hybride (d.h. Datendienste und Maschinenleistung kombinierenden) Dienstleistungen. Mit Beauftragung und Durchführung hybrider Services müssen detaillierte Vereinbarungen über die bereitzustellenden Daten und über die Verwendung der bei der Dienstleistung erhobenen Messwerte formuliert und automatisiert und dezentral überwacht werden.

HyServ erforscht und entwickelt innovative Servicekonzepte und Schnittstellen für Anbieter und Nutzer hybrider Dienste, erprobt und illustriert am Beispiel kooperativer Arbeitsprozesse in der Landwirtschaft.

Zentrale Komponenten sind die Formulierung von Smart Contracts über Bereitstellung und Weiterleitung zweckgebundener betrieblicher Daten; Orchestrierte Micro-Services und Datenquellen mit kryptographisch gesichertem Austausch und Überwachung der vereinbarten Datenflüsse in Blockchain-basierten dezentralen Strukturen; eine insbesondere für Nutzer im KMU-Bereich adäquat bedienungsfreundliche Zugangslösung; schließlich erprobte Beispielsysteme und begleitende Schulungskonzepte für potentielle Anwender und Kunden, welche die innovativen Möglichkeiten der hybriden Dienstleistungen breiten Nutzerschichten zugänglich machen.

Die Realisierung unter Verwendung etablierter Plattform-Technologie und Service-Architekturen ermöglicht Open-Source-Referenzimplementierungen und nachhaltig kommerziell unterstützte Angebote gleichermaßen.

Laufzeit: 01.08.2018 - 31.07.2021

 

 

 

 

hyserv
Bundesministerium für Bildung und Forschung
Virtueller Rundgang

 

Beim Rundgang werden Sie die verschiedenen Betriebszweige des Hofgut Neumühle kennenlernen.

Eines unserer Hauptforschungsfelder stellt die Digitalisierung dar, hier arbeiten wir mit der Landtechnikindustrie, hauptsächlich mit John Deere zusammen.

 

Der virtuelle Rundgang wurde in Kooperation mit dem Lead Farm Team von John Deere (Dr. Ignatz Wendling, Leiter Lead Farms John Deere, Torben Ahrholz und Florian Gopp)  erstellt.

 

Hier starten Sie den Rundgang.

 

 

 

 

Herr Dr. Wendling
Herr Arholz
Herr Gopp
Standardisierung der GeoBox-Infrastruktur - "Dezentrale Datenhaltung und regionale Vernetzung"

 

Ziel ist die auf offenen Standards basierende Operationalisierung von HofBox-Prototypen zur Förderung der dezentralen Datenhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben.

 

Projektkoordination: Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR RNH).

Hier gelangen Sie zur Pageflow Geobox I.

 

 

Vorteilen der HofBox für den Landwirt, ein Beitrag von Herrn Dr. Koch (stellv. Leiter des Hofgut Neumühle):

Beitrag starten
Traktor Passgenaue Düngung mithilfe von Sensortechnik
 
Landwirte an digitale Technologien heranführen

 

Das Hofgut Neumühle beteiligt sich am „Experimentierfeld Südwest“
 
Das Hofgut Neumühle bei Münchweiler an der Alsenz will zusammen mit anderen Partnern Landwirte für digitale Technologien interessieren, um diese in der Praxis effizient und an die jeweiligen Betriebstypen angepasst zu nutzen, sei es im Grünland, im Acker-, Wein-, Gemüse- und Obstbau. Hierfür erhält der Gutshof des Bezirksverbands Pfalz vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Fördersumme von 175.500 Euro, damit ein Doktorand beziehungsweise eine Doktorandin die Arbeit begleiten, eine Fuhrwerkswaage und ein Sensor zum Messen der Trockensubstanz des Ernteguts angeschafft und Analysen von Futter- und Gülleproben durchgeführt werden können. Insgesamt stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Fördersumme von 4,35 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt, das im Frühjahr startete, läuft bis 2023. Weitere Informationen zum Gesamtvorhaben unter http://ef-sw.de/.

 
Die Digitalisierung der Landwirtschaft dient nicht nur der Effizienzsteigerung des Betriebsmittel- und Arbeitskräfteeinsatzes, sondern auch dem Ressourcen- und Umweltschutz und vereinfacht die Dokumentation und eine transparentere Rückverfolgung von Lebensmitteln, was letztendlich den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommt. Die GeoBox-Infrastruktur, ein branchenübergreifendes und überbetriebliches Datenmanagement, bietet hierfür nicht nur eine breite Palette an Softwarewerkzeugen an, sondern sichert den landwirtschaftlichen Betrieben durch eine dezentrale Speicherung die Datenhoheit und damit auch die Wertschöpfung aus intern gesammelten Informationen.
 
Auf dem „Experimentierfeld Südwest“ will das Hofgut Neumühle Nährstoffflüsse erfassen und dokumentieren. Dabei geht es um die Frage, wie sich das Ausbringen von Düngern mittels digitaler Sensordaten im Ackerbau oder der heimische Anbau von Viehfutter optimieren lässt. Neben dem Hofgut Neumühle des Bezirksverbands Pfalz beteiligen sich die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Eifel, Westerwald-Osteifel, Rheinpfalz), die Technische Hochschule Bingen, die Technische Universität Kaiserslautern und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und das Institut RLP AgroScience am Projekt. Sie klären unter anderem, wie sich im Gemüsebau ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln Nutzpflanzen von störendem Bewuchs befreien lassen, wo im Obstbau Pflückroboter eingesetzt werden können, wie man die Weinlese und den Transport digital mit den Kapazitäten in Winzergenossenschaften im Hinblick auf Traubenannahme und Pressung abgleicht und die Stromfresser im Weinkeller identifiziert. Auch die Imker können profitieren, indem sie die Blühzeiten von Trachtpflanzen über ein enges Messnetz erhalten, aber auch kritische Wetterdaten zur effizienteren Milbenbekämpfung im Bienenstock nutzen.