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N -und P-reduzierte Fütterung bei Milchkühen

Zunächst musste man davon ausgehen, dass Deutschland aufgrund der NEC-Richtlinie der Europäischen Union zur Minimierung von nationalen Emissionshöchstmengen seinen Ammoniakausstoß bis zum Jahr 2030 um 29% reduzieren muss (Basisjahr  2005). Aufgrund von ansteigenden Ammoniakemissionen in den letzten Jahren, muss Deutschland seine Ammoniakemissionen bis 2030 tatsächlich um ca. 37% reduzieren. Da rund 95 % aller Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft stammen, ist die Landwirtschaft gefordert, die NEC-Richtlinie einzuhalten. Der überwiegende Teil der landwirtschaftlichen Ammoniakemissionen entstehen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdünger sowie im Stall durch die Fütterung und Haltung der Tiere. Weitere Emissionen entstehen bei der Lagerung der Wirtschaftsdünger und auf der Weide. (vgl. Abbildung 1).

 

Neben der Haltung können durch die Fütterung Ammoniakemissionen reduziert werden. Hier ist eine Stickstoff (N)-reduzierte Fütterung zu nennen. Werden die aufgenommenen N-Mengen bestmöglich an die Versorgungsempfehlungen der Tiere angepasst, kann hierüber die N-Nutzungseffizienz deutlich erhöht und die N-Ausscheidungen reduziert werden. Wird der Rohproteingehalt in Rationen von Schweinen oder Kühen um 1 % reduziert, so kann hierüber die Ammoniakemission um ca. 17 % reduziert werden (siehe Abbildung 2).

 

Durch eine an den Versorgungsempfehlungen angepasste Fütterung von Milchkühen und Schweinen können Ammoniakemissionen deutlich reduziert und die N-Nutzungseffizienz optimiert werden. Diese fördert den verantwortungsbewussten Umgang mit Ressourcen  und vermindert deutlich die N- und P-Ausscheidungen und verbessert die Tiergesundheit.

Unter folgendem link finden Sie weitere Informationen zur Berücksichtigung N- und P-reduzierter Fütterungsverfahren bei den Nährstoffausscheidungen von Milchkühen (DLG-Merkblatt 444).

 

Mit Hilfe einer einfachen Excelanwendung können Sie sich sehr leicht die N-Nutzungseffizienz Ihrer Herde berechnen. Probieren Sie es aus!

 

Sie haben Interesse an der Umsetzung einer N- und P-reduzierten Fütterung Ihrer Milchkühe, dann melden Sie sich bei Dr. Christian Koch ( ) oder unter folgendem Link für eine Beratung

 

 

Abbildung 1: Ammoniakemissionen in der Milchviehhaltung 2017 (Thünen Report 67, 2019)

 

Abbildung 2: Reduktionspotenzial der Ammoniakemissionen durch Reduktion des Rohproteingehaltes in Rationen für Schweine und Rinder (Sajeev et al. 2017)

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